Rifugio Rivetti - Le Capanne - Wandern so lange der Urlaub reicht

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2017 TurAlpZin / GTA ( Grande Traversata delle Alpi)

52 Fr 25.08.17 Rif. Rivetti - San Giovanni  5:30 Std. 13,7 km  216 ^ 1335

Katzenwäsche in den sehr dürftigen Sanitäranlagen. Zwei Franzosenklo`s, davon ein Raum noch mit Dusche und Waschbecken ausgestattet für 45 Personen, Personal nicht mitgerechnet. Man muss zudem erfinderisch sein, will man seine Kleidung ablegen ohne diese zu beschmutzen. Sehr, sehr unpersönlich das Ganze, wir erwarten ja kein hofieren, aber auch keine Ignoranz.

Raus in den Bilderbuchmorgen. Die Natur begrüßt uns mit herrlichstem Sonnenschein. Gestern zwickte mein rechtes Knie ein wenig, ein guter Grund heute wieder die Bandage überzustreifen, 1300 Meter runter ist nicht wenig. Sind im ersten Teil noch ein paar tiefere Stufen zu gehen, verläuft der weitere Weg mit angenehmem Gefälle. Bei der Alpe Buron allerdings quälen wir uns eine steile mit Steinen gepflasterte Mulattiera hinab, sie ist noch dazu mit Moos bewachsen und dadurch rutschig. Es dauert nicht lange, da kommen die ersten Wanderer entgegen und es werden immer mehr. Einige Engländer sind darunter, ein paar davon sind zu einem kleinen Plausch bereit.


Die GTA Markierung ist kaum vorhanden, aber wozu auch. Abzweige, Fehlanzeige, zumindest bis wir in Piedicavallo sind. Rechts am Zaun in einer schmalen Gasse sind eine Menge bemalte Holzfiguren angebracht. In Baum,- und Blütenform usw. Darauf können sich Wanderer verewigen, eine tolle Idee. So manche GTA Wanderer haben sich da schon eingetragen. Alimentari steht auf einem Schild, aber wo ist der Eingang? Wir schaffen es, das Gebäude komplett zu umrunden, ein paar Schritte in die andere Richtung hätten gereicht.

Die etwas unfreundliche Dame verkauft uns Obst und Getränke, auf einer Bank vor dem Laden lassen wir uns die Köstlichkeiten gleich schmecken. Weiter nach Rosazza benützen wir 6 Kilometer lang die Fahrstraße, ohne jegliches schlechtes Gewissen. Den Umweg 450 Höhenmeter hinauf zum Rifugio Madonna d. Neve und 600 wieder hinab, schenken wir uns.

In Rosazza glänzen viele öffentliche Gebäude in allen möglichen Stilrichtungen, lombardisch, schottisch, gotisch, romanisch. Möglich gemacht hat dies der Senator Frederico Rosazza, nachdem auch der Ort benannt wurde.


Wo ist das GTA Zeichen? Eines sehen wir und irren dann bei einer alten Kirche rum. Zurück zur Straße, dieser entlang und plötzlich wurde nicht mehr gespart mit der Markierung. Unser Fazit, der Markierungsgeher hatte wohl keine Lust auf eine längere Wegstrecke, musste aber seine Schilder loswerden. Erfinderisch wie er war, stellte er sie halt alle paar Meter auf, Fertig; Nach einem halben Kilometer Asphaltstraße, zweigt ein Fußweg in den Wald ab. Dieser führt uns bis zum heutigen Ziel. Dazwischen besichtigen wir die Cappella di Santa Maria Maddalena. Neugierig, da im Buch steht ein Blick mit Stirnlampe in die Grotte lohnt sich, machen wir das. Tatsächlich, der Blick ins Innere zeigt ein Kreuz, die Heilige als Figur sowie als Bild und einen Totenschädel.

Santuario San Giovanni, Doppelzimmer und Posta Tappa steht im Reiseführer, wir haben nicht reserviert. Trotz Renovierungsarbeiten bekommen wir ein Zimmer (mit 7 Betten). Es scheint wir sind die einzigen Übernachtungsgäste. Die Sanitäranlagen sind sehr sauber, der Service freundlich und nett.

53 Sa 26.08.17 San Giovanni - Oropa   4:30 Std. 13,3 km  268 ^ 138


Wir verlassen das Kloster gegen 08:30, füllen am Brunnen unsere Trinkflaschen auf und los geht es, der berühmten „Strada Panoramica Zegna“ entlang. Sie verbindet das Cervo-Tal mit Oropa. Eine halbe Stunde später zweigt der Tracciolino ab, ein wunderschöner Höhenweg, der sich auf fast gleichbleibender Höhe um den Monte Becco bzw. um den Monte Cimone zieht. Diese Route ist zwar deutlich weiter, aber ohne Verkehr. Durch Wald, über Blockfelder, teils durch hohes Gras, vorbei an Dornengewächs und über Rinnsale die den Berg herunterkommen, wandern wir fröhlich dahin.

Dunstig ist es, leider, ansonsten aber geradezu optimal. Die Blumen und Gräser am Wegrand heißen viele Insekten und Schmetterlinge willkommen. Es summt und sirrt und Vöglein zwitschern. Mutterseelenallein steigen wir dahin, rechts der Berg, links tun sich immer wieder tiefe Schluchten auf.

Plötzlich lichtet sich der Wald und eine neue Welt ist zu sehen. Dort unten müsste Biella sein. Richtung Süden die Poebene, leider mehr zu erahnen als zu sehen. Trotzdem, wir sind überwältigt. Eine ganz andere Vegetation tritt auf einmal zu Tage. Das satte Grün der Bäume und Gräser weicht einem braungelben Ton. Versengter Farn, gebleichte Gräser und Büsche erinnern an die Hitze vor ca. drei Wochen. Darüber blauer Himmel. Hummeln suchen Nektar bei lila Blumen, die einen tollen Kontrast zu Farn und Gras bilden.

Nach ca. 30 Minuten hat uns der Wald wieder, kurz davor wird noch mal ein Blockfeld gequert. Extreme im Minutentakt.

Jetzt ist unsere Aufmerksamkeit wieder Pilzen gewidmet. Noch eine Zeit lang wandern wir durch den Wald, ein paar Leute kommen entgegen, bisher waren wir einsam.

Eine Lichtung, Oropa ist zu sehen, welch gigantisches Bauwerk! Dort wollen wir heute übernachten, bei 571 Schlafplätzen werden wir schon was bekommen. Noch ist es nicht soweit. Der Steig wird zum Promenadenweg, Tafeln und Skulpturen erzählen von vergangenen Zeiten. Je näher wir kommen, desto mehr Menschen begegnen uns, kurz vor dem Kloster Marktstände, die überwiegend Brot, Käse, Honig, Marmelade, Schinken und Wurst feilbieten.

Wir durchlaufen zwei riesige Innenhöfe, erst im dritten befindet sich die Anmeldung. Mittelklasse ist fast ausgebucht, wir nehmen die einfachere Kategorie. Ein langer gepflasterter Flur bringt uns zum Zimmer Nummer 9. Einfach mit Waschbecken und zwei Betten, sehr sauber, so stelle ich mir ein „Pater/Priesterzimmer“ vor. Dusche und Toiletten befinden sich gegenüber.

Wir haben Zeit, das wollten wir auch. Wenn wir schon hierher kommen, muss Zeit für eine Besichtigung sein. Obwohl Samstag ist, halten sich die Menschenmassen in Grenzen, bzw. verlaufen sich. In den Restaurants, Souvenirshops, Cafès, dem Markt, der Kirche. Sogar einen Arzt und eine Apotheke kann man aufsuchen.

Mittelpunkt ist die Schwarze Madonna in der antiken Basilika, jährlich besuchen etwa 800.00 Pilger diese Wallfahrtsstätte. Er ist ein marianischer Wallfahrtsort, gehört seit 2003 zum italienischen UNESCO-Welterbe.


54   So 27.08.17 Oropa  - Trovinasse   8:30 Std. 15,3 km  858 ^ 1263
 
Kaffee bekommen wir aus einem Automaten, das hatten wir gestern schon erkundet. So versorgen wir uns heute früh selbst. Frühstück an sich wird nicht angeboten, da sollte man die Gastronomie nützen. Käse, Wurst und Brot wurden auf dem Markt gekauft. Hinterher gehen wir zur Seilbahn, ja richtig gelesen.

Die Bahn bringt uns zur Bergstation Oropa-Sport, dort erst beginnt heute unsere Wanderung, sie ist noch lang und anstrengend genug. Ich konnte es erst gar nicht glauben, als Martina davon sprach. Erst darauf las ich im Buch nach und tatsächlich, so steht es geschrieben (als Empfehlung). 6:30 Stunden reine Gehzeit, sind trotzdem zu meistern. Es ist Sonntag, wir rechnen mit einem Ansturm und freuen uns, gleich in der ersten Kabine Platz zu finden. Vorher entstand eine innere Unruhe bei der Prozedur des Bezahlens unserer Zimmer. Um 8:00 Uhr sollte eigentlich geöffnet werden, es wurde 8:07 Uhr. Vor uns (Martina und ich) war noch eine Frau, die ratschte und ratschte. Die Bahn fährt um 8:30 Uhr, wir haben noch keine Karten. Aber, geschafft!

Angekommen, ausgestiegen, technische Geräte eingeschaltet, Kleidung gerichtet, ein sonniger Tag zeichnet sich ab und los geht´s. Über Weiden mit Kühen zum Lago di Mucrone, Martina findet noch einen Geocachespunkt bei einem Bildstock. Weiter rauf zur Bocchetta del Lago (2026). Ein weites Tal, eingerahmt mit Bergen, Mont Mars (2600), Punta de Sella (2315), Mont Bechit (2320), Mont Roux (2318). Ich taste die Front vor uns mit den Augen ab und bleibe an einer Stelle hängen, da steht doch ein Haus? Ja tatsächlich, es ist das Rifugio Coda, da müssen wir hin. Die schroffen Wände werfen Zweifel auf, ob das überhaupt geht. Martina ist heute froh nicht allein gehen zu müssen. Ein paar Kletterstellen mit Seilsicherung stehen auf dem Programm, dazu eine Gratroute und sie sei nicht ganz Schwindelfrei, hatte sie erzählt.

Ja, ganz einfach ist der Steig nicht, Blockfelder werden gequert, Eisentritte helfen bei glattem Fels, später Ketten- und Seilsicherungen. Steilen Aufstiegen folgen flachere auf „normalen“ Wegen, hier kann man wieder Kraft tanken. Insgesamt sehr abwechslungsreich. Nach einem finalen Steilaufstieg stehen wir am Rifugio Coda (2280).

Welch ein Panorama, das Monte Rosa Massiv von Süden gesehen, raus zur Poebene, eine weiße Spitze des Monte Blanc (lt. Martina). Sonne pur, mit dem Rücken zur Hausmauer genießen wir das Panorama einmal mehr, stärken uns und betrachten gespannt den Weiterweg, der gut einsehbar ist.

Jetzt wird es spannend, wie wird er sein dieser Gratweg, der im Buch eingetragen ist. Die Beschreibung ist etwas verwirrend. Erstmal laufen wir auf breitem Rücken dem Monte Bechit entgegen. Der Steig wird schmaler und verläuft im auf und ab in traumhafter Gegend. Plötzlich ein Abzweig der eindeutig mit GTA beschildert ist. Ohne groß nachzudenken vertrauen wir auf die Beschilderung (sie war schon richtig). Ich aber wundere mich, dass dieser schmale Pfad um den Berg herumführt und nicht weiter nach oben verläuft.

Umkehren wollen wir auch nicht. So folgen wir dem Steig weiter, diese Querungen an steilen Grashängen strengen gewaltig an. Hohe Konzentration ist gefragt, das Gras hängt zum Teil über den Pfad der zudem mit vielen Löchern gespickt ist. Es dauert, bis wir am Colle della Lace (2120) ankommen. Der Gratweg wäre sicher nicht schwerer gewesen und die Aussicht besser. Sogar jetzt, wo ich das niederschreibe, ärgere es mich, mich im Vorfeld nicht besser informiert zu haben. In weitem Bogen steigen wir ab zur Alpe Druer. Halten bei einem Bergkreuz und finden plötzlich den Weg nicht mehr. Querfeldein, das muss jetzt sein. Gar nicht so einfach, zwischendurch ist Sumpfgebiet. Freuen uns riesig eine Wirtschaftsstraße erreicht zu haben. Einen GTA Abzweig verschmähen wir, das kommt uns zu lange vor und laufen auf der Straße weiter. Dann weist uns das Navi von Martina auf „Schleichwegen“ durch Kastanienwald zu einer anderen Forststraße. Schon bald darauf erreichen wir das Agriturismo Belvedere.

Ein tolles Haus, hervorragende Küche und eine neue Bekanntschaft. Ulrike und Gernot aus Graz. Sie sind vor einem Tag eingestiegen, gehen den GTA auf mehrere Etappen und haben 14 Tage Zeit.

55   Mo 28.08.17   Trovinasse - Quincinetto  3:00 Std.  8,2 km    64 ^ 1125

Heute queren wir einen Weitwanderweg, die Via Francigena, die sind wir im Jahr 2014 gegangen. „Wir gehen nur bis Quincinetto“ sagen „meine“  beiden Frauen auf meinen Einlass, eventuell auch wie Ulrike und Gernot bis nach Le Capanne zu laufen.  Laut Beschreibung des Wanderführers wären das zusammengerechnet 14 Kilometer 1140 ^ 1180 Höhenmeter in ca. 7 Stunden. Ich ergebe mich, kann ihre Argumente annehmen. Außerdem hat Christa heute Geburtstag. „Die kommenden Etappen haben sowieso alle 6 bis 7 Wanderstunden und gestern war es auch anstrengend genug“. Noch mal Kraft tanken ist ihre Devise. So eilt es nicht mit dem Aufbruch, wir wollen den Abstieg genießen.

Sehr entspannend verläuft die Route, nicht zu steil in sanften großen Bögen schmiegt sich die Mulattiera der Landschaft an. Uralte Steinbogenbrücken überqueren einige Bächlein, der Kastanienwald hat schon viele seiner Früchte verloren. Der Boden ist weich und „leise“. Ins Tal der Dora Baltea geht es runter, 295 Meter Seehöhe nur, der tiefste Punkt unserer Wanderreise.

Später wird das Gelände steiler, der vorher weiche Weg ist nun mit tausenden Steinen gepflastert, links und rechts von Mauern eingesäumt und unangenehm zu begehen. Ab und zu werden Blicke frei nach Quincinetto und nach Donnas welches im Westen liegt. (wo wir 2014 von einer italienischen Fotografin auf unserem Fußmarsch durch Donnas gefilmt worden sind) Die Römerstraße mit dem Torbogen fällt uns dabei wieder ein. Pont Stankt Martin versteckt sich hinter einem Bergrücken.


Der Wald bleibt hinter uns und macht Platz für unzählige Pergolas und Säulengänge an denen Weinreben ranken. Herrlich anzusehen diese alte römische Anbauweise. Die Versuchung ist groß, der Gedanke an Schädlingsbekämpfungsmittel hält uns dennoch ab, die reifen Trauben zu kosten. Hier zu gehen ist wunderschön.

Eine Kapelle steht an der Straße die wir gerade erreichen, da waren wir schon einmal. Das löst Gefühle in mir aus, zweimal schon sind wir mit eigener Kraft bis hierher gewandert. Christa ergeht es nicht anders. Den Steig der links abzweigt, haben wir damals übersehen, sind der Teerstraße entlang bis Torredaniele gepilgert. Dort haben wir damals übernachtet, waren heilfroh endlich etwas zu bekommen.


Diesmal überschreiten wir die Brücke, die über die Dora Baltea führt und suchen in Quincinetto ein Quartier.

„Hotelchen“ steht auf einem Haus neben der großen Kirche, das scheint aber zu zu sein. Es ist erst Mittag, die Grazer sitzen bei einem Cafe, wir suchen weiter und werden fündig. Nach einem kurzen Einkauf im Laden stehen wir beim B&B Casa Val. Die haben tolle Zimmer.
Der Nachmittag hat mich genervt, eigentlich wollte ich mehr Ruhe. Erst wurde mehr gewaschen als sonst (war aber auch nötig), dann suchten wir ein Cafe bzw. Restaurant für den Abend. Dazu liefen wir den ganzen Ort aus und fanden doch nicht das Richtige, bzw. hatten einige Lokale noch zu.

Am Abend sind wir zu früh weg (18:30 Uhr) das empfohlene Restaurant öffnete erst um 19:30 Uhr. Sah teuer aus, war aber gut und preislich ok.

56   Di 29.08.17 Quincinetto - Le Capanne  4:30 Std. 6,4 km  1099 ^ 60


Hier im Tal ist es warm, das Frühstück wird auf der Terrasse serviert. Das Casa Val kann man bedenkenlos empfehlen, guter Service, nette Leute. Vor dem Start  laufe ich noch mal schnell zum Laden und kaufe Sonnencreme, die nächsten Tage kommt kein Laden mehr. Mit Verpflegung hatten wir uns schon gestern eingedeckt.

Zurück zum Quartier hält mich ein Mann auf, no, no, no meint er und schiebt fragend hinzu, GTA? Danke für die Aufmerksamkeit, aber ich habe den Abzweig schon gesehen. Es freut uns, immer wieder Leute zu treffen, die einem uneigennützig weiterhelfen, besonders in ländlichen Gegenden ist dies verstärkt der Fall.

Der Anstieg beginnt kräftig, die Sonne sorgt für warme Temperaturen, wir sind froh viel Schatten zu haben. Die 5 Minuten zur Quarzmine sind locker drin, die sehen wir uns an. Wäre schade gewesen. Wie mühsam muss das gewesen sein, dort Quarz abzubauen, dunkel noch dazu und immer der großen Gefahr eines Einsturzes ausgesetzt, oder zumindest eines herabfallenden Felsbrockens. So alle 5 Meter wurden Pfeiler stehengelassen, die das ganze stützen.

Nicht weit entfernt von der Mine dann ein Aussichtpunkt über das Tal der Dora Baltea, Quincinetto liegt uns zu Füßen. Abkürzer verbinden die vielen Serpentinen der Straße, die Steigung wird „sanfter“. In lichtem Wald marschieren wir, immer wieder stehen schmucke Häuser neben der Straße, da verläuft unser Weg oft durch Gärten und zwischen Schuppen hindurch.

Bei der Kapelle Santa Maria ein wunderbarer Platz zum Verschnaufen und unseren Durst zu löschen. Viele Bilder schmücken den Innenraum, der leider nur durch ein kleines Fenster einsehbar ist. Es hat steil begonnen, von hier geht es wieder steil weiter. Straßenarbeiter machen ein Angebot; „helft uns eine Stunde beim Straßenbau, dann tragen wir eure Rucksäcke“. Alle  lachen.

Schön langsam macht sich Hunger spürbar, es wird Zeit Pause zu machen. Die Gegend ist wie so oft nicht gerade mit Bänken übersät. Der von einer Mauer eingesäumte Pfad macht eine Kurve und ein Haus steht vor uns, verlassen. Das kommt gerade recht, Stufen geben gute Sitze ab, das Dach schützt vor der Sonne.



Der Wald wird lichter, Birken wechseln die vielen Buchen ab, Almwiesen machen sich breit. Nach weiteren 250 Höhenmetern, stehen wir vor dem Agriturismo Le Capanne. Wir waren schon angemeldet, die haben nur 4 Doppelzimmer, welche sehr sauber sind.
Heute Nachmittag wird wirklich gefaulenzt, wir sind ja lernfähig. Der Spielplatz mit Liegestühlen ist aber auch ideal dafür.


 
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